Wie alles begann

Wie alles begann: Der Rote Punkt
Im Juni 1969 wurde die „Rote-Punkt-Aktion“, eine spektakuläre Protestaktion hannoverscher Bürgerinnen und Bürger, zur Initialzündung für die Gründung des Verkehrsverbundes. Damals plante die üstra die Erhöhung der Fahrpreise um zehn Pfennig: Einzelfahrscheine „geradeaus“ sollten nun 80 Pfennig statt vorher 70 Pfennig und Umsteigekarten 90 Pfennig statt vorher 80 Pfennig kosten.
Dagegen gingen die Bürgerinnen und Bürger von Hannover auf die Straße. Demonstrationen führten zeitweise zu einer völligen Blockade der üstra-Verkehrswege. Die Bürger griffen zur Selbsthilfe: Sie klebten sich einen roten Punkt an die Windschutzscheiben ihrer Privatwagen und nahmen an den Haltestellen wartende Fahrgäste mit.
Am 17. Juni 1969 beendete ein Ratsbeschluss der Landeshauptstadt Hannover den Aufstand der Fahrgäste: Der Fahrpreis sollte auf 50 Pfennig gesenkt, und die damals noch zur Preussen-Elektra gehörende üstra kommunalisiert werden.
Zeitgleich wurde unter Federführung des „Verbandes Großraum Hannover“, einem Vorläufer der heutigen „Region Hannover“, die Gründung des Verkehrsverbundes Großraum-Verkehr Hannover vorbereitet. Am 4. März 1970 wurde mit der Unterzeichnung der Rahmenvereinbarung der GVH offiziell gegründet. Am 16. März 1970 trat der Gemeinschaftstarif in Form eines Einheitstarifes in Kraft.


