GVH startet Aktion für Senioren: Wer den Führerschein abgibt, fährt ein Jahr lang kostenlos

31.03.2021

Fahrschein statt Führerschein

Mit der Einführung der Seniorennetzkarte zum Preis von nur 30 Euro im Monat (im Abo sogar nur 25,50 Euro) hat der Großraum-Verkehr Hannover (GVH) Anfang des Jahres bereits ein attraktives Angebot auf den Markt gebracht. Davon profitieren Personen, die mindestens 60 Jahre alt sind und eine Altersrente bzw. eine volle Erwerbminderungsrente beziehen oder die sich in der Freizeitphase ihrer Altersteilzeit befinden.

Ab dem 1. April (kein Scherz!) startet der GVH nun eine Aktion für Senioren, die den Anreiz, auf Bus und Bahn umzusteigen, noch erhöht: Wer zur Zielgruppe gehört und dauerhaft auf seinen Führerschein verzichtet, bekommt die Seniorennetzkarte des GVH für ein ganzes Jahr geschenkt und kann damit zeit- und zonenunabhängig in der gesamten Region Hannover mobil sein.

Möglich wird diese Aktion durch einen politischen Beschluss der Region Hannover, die dieses Pilotmodell im November letzten Jahres beschlossen hat und die Finanzierung für die Dauer von zwei Jahren sicherstellt.

„Wir richten uns mit dieser Aktion speziell an ältere Menschen, die bisher mit dem Pkw unterwegs waren und die wir jetzt von der Nutzung des ÖPNV überzeugen möchten“, erklärt GVH Geschäftsführer Ulf-Birger Franz.

Die Voraussetzungen für die Nutzung des Angebotes entsprechen den Bedingungen, die auch zur Nutzung  der Seniorennetzkarte berechtigen (s.o.).

In Kooperation mit den Führerscheinstellen von Region Hannover und Landeshauptstadt Hannover übernimmt der GVH hier im Auftrag die Funktion der Entgegennahme der Führerscheine in seinem Kundenzentrum in der Karmarschstraße 30/32. Dort müssen die Kunden persönlich ihren dauerhaften Verzicht auf die Fahrerlaubnis erklären sowie Ihren Rentenbescheid oder den Bescheid der Versorgungskasse vorlegen. Alle Daten, die für den Nachweis nicht relevant sind, wie zum Beispiel die Renten-/Pensionshöhe und ihre Zusammensetzung sowie ggfs. die Bankverbindung können dabei geschwärzt werden. Ab 67 Jahren genügt auch das Vorzeigen des Rentenausweises. Wer sich in der Freizeitphase einer Maßnahme zur Altersteilzeit befindet, benötigt einen Nachweis des Arbeitgebers bzw. des Dienstherren.

„Da wir das Projekt für zwei Jahre ausgelegt haben, müssen Interessierte nicht zwangsläufig am 1. April  in die Aktion einsteigen“, so Franz. Dies ist auch noch in den Folgemonaten möglich. „Wir freuen uns sehr, wenn möglichst viele teilnehmen und damit die Vorzüge des Nahverkehrs in der Region kennen lernen. Dies ist natürlich  auch ein Beitrag zum Klimaschutz durch weniger Emissionen im Autoverkehr“,  unterstreicht Franz.

Der GVH wird das Projekt evaluieren und erhofft sich entsprechende Erkenntnisse. Eine Weiterführung der Aktion über die zweijährige Testphase hinaus ist ebenso denkbar wie Modifikationen in Bezug auf die Zielgruppe.

Um die Kontaktzeiten im Kundenzentrum zu minimieren, bittet der GVH darum, die Verzichtserklärung möglichst schon vor dem dortigen Besuch auf der Internetseite des Verkehrsverbundes (www.gvh.de) herunterzuladen und ausgefüllt mitzubringen.