Fahrzeugausstattung

Gut gerüstet

Regional- und S-Bahnen

In den RegionalBahnen (RB), den Regional-Express-Zügen (RE) und den S-Bahnen der Deutschen Bahn (DB) sind die meisten Wagen für Rollstuhlfahrer geeignet. Die Bahnsteige der S-Bahnen sind ebenerdig oder über Rampen und Aufzüge zu erreichen. Mobilitätseingeschränkte können in der Regel überall problemlos zusteigen.

Ausnahme: Auf der Linie S5 (Hannover-Flughafen-Paderborn) sind teilweise Waggons im Einsatz, bei denen der Abstand zwischen Fahrzeug und Bahnsteig zu groß ist, um ihn mit dem Rollstuhl zu überwinden. Mobilitätseingeschränkte Fahrgäste sollten daher auf der Fahrt nach Hannover im hinteren Zugteil einsteigen.

Das sollten mobilitätseingeschränkte Fahrgäste der Deutschen Bahn wissen:

  • Bei jeder eingesetzten S-Bahn verfügt mindestens ein Fahrzeug über einen höhengleichen Einstieg.
  • Bei Ein-Wagen-Zügen werden grundsätzlich nur Wagen mit höhengleichem Einstieg eingesetzt.
  • Wer auf jeden Fall ohne Stufe und Spalt einsteigen möchte, sollte sich an die Spitze des Zuges begeben.
  • An der vordersten Fahrgasttür befindet sich eine Klapprampe beziehungsweise ein Lift, den der Lokführer für Sie bedient.

Alle Züge der metronom sind mit einer Einstiegsrampe im Steuerwagen ausgestattet. Fährt der Zug Richtung Uelzen, befindet sich dieser am Anfang des Zuges. Richtung Göttingen ist die Rampe am Zugende. Die Rampe wird von einem Fahrgastbetreuer bedient. Den können Sie über die Taste "Rollstuhl" rufen, die sich außen an der vorderen Tür des Steuerwagens befindet.

Spaltüberbrücken an allen Türen und eine zusätzliche Rollstuhlrampe in einem gekennzeichneten Zugabschnitt finden sich in den enno Zügen. Reisende, die Hilfe benötigen, können Ihre Fahrt im Vorfeld telefonisch unter der Rufnummer 0581 97164-174 oder per E-Mail an kundenservice@der-enno.de anmelden.

In den Zügen von erixx können im Mehrzweckbereich Rollstühle mit Gurten gesichert werden. Die Niederflurtechnik erleichtert den Ein- und Ausstieg. Bei Bedarf können von den Fahrgastbetreuern zusätzlich Rampen angelegt werden. Dieser Wunsch sollte mindestens 24 Stunden vor Fahrtantritt telefonisch unter 05191 96944-0 oder per Mail an info@erixx.de angemeldet werden.

Die Regionalzüge der WestfalenBahn verfügen über eine rollstuhlgerechte WC-Kabine, die auch für Elektrorollstühle geeignet ist. Außerdem gibt es Spaltüberbrückung an allen Türen. Die Tragkraft der manuellen Rollstuhlrampe beträgt 350kg. Bitte melden Sie bei Bedarf Ihren Fahrtwunsch am Vortag bis 17.00 Uhr unter dem WestfalenBahn-Infotelefon 0521 55777-755 oder per Mail an info@westfalenbahn.de an.

Busse und Stadtbahnen

An den Hochbahnsteigen und den Bahnsteigen der U-Bahn-Stationen ist ein Einstieg in die Stadtbahnen der üstra in der Regel problemlos möglich.

In die silbernen Stadtbahnwagen (TW2000) können Mobilitätseingeschränkte überall einsteigen. In jedem Wagen findet sich zwischen der ersten und zweiten Tür ein Bereich mit hochklappbaren Sitzen. Diese Plätze sind extra für Rollstuhlfahrer, Rollatoren und Kinderwagen gedacht.

Die grünen Stadtbahnwagen (TW6000) besitzen eine Stufe zwischen Bahnsteigkante und Fahrzeug, die nicht mit allen Rollstuhlmodellen überwunden werden kann. An der jeweils dritten Tür wurde bei vielen Stadtbahnwagen dieses Typs deshalb die Mittelstange weggelassen, sodass dort der Einstiegsbereich deutlich verbreitert ist. Orangefarbene Streifen über der Tür zeigen an, wo sich solche breiten Zustiege befinden. An anderen Türen sollten Fahrgäste mit Kinderwagen oder Rollator den breiteren Teil des Eingangs benutzen. Die jeweils vorderste und hinterste Tür sollten sie möglichst meiden. In den Fahrplänen sind alle grünen Stadtbahnen mit einem "X" markiert.

Rollstuhlfahrer, die mit Bussen der üstra fahren, sollten an den Haltestellen in der Nähe des Haltestellenmastes und etwa 30 Zentimeter vom Bordstein entfernt stehen. Die Fahrzeugrampe kann an einem Taster mit einem Rollipiktogramm angefordert werden. Sie wird nur bei geschlossener Tür ausgefahren und benötigt dafür einen Meter Platz. Stößt die Rampe gegen ein Hindernis, fährt sie wieder ein und startet erneut.

Bei der regiobus sind mittlerweile fast ausschließlich Niederflurbusse ohne Trittstufen im Einsatz, die  Fahrgästen mit Rollatoren oder Kinderwagen den Einstieg erleichtern. Rollstuhlfahrer benötigen zusätzlich eine Rampe, über die viele Fahrzeuge verfügen. Bei der Bedienung sind die Busfahrer gerne behilflich (siehe Serviceleistungen).

Eine Broschüre mit Tipps für Menschen mit besonderen Mobilitätsbedürfnissen gibt es auch auf der Internetseite hannover.de.